Von der Rakete bis zur Schatzinsel – Grundschultag an der Gesamtschule Hüllhorst

Ob selbst gebaute Raketen, spannende Wasserexperimente oder ein eigenes Computerspiel – am diesjährigen Grundschultag hieß es: ,,Staunen, Gestalten, Erleben“. Zahlreiche Viertklässlerinnen und Viertklässler aus den umliegenden Grundschulen nutzten am heutigen Donnerstag die Gelegenheit, die Gesamtschule Hüllhorst kennenzulernen und dabei selbst aktiv zu werden. Von naturwissenschaftlichen Experimenten über sportliche Herausforderungen und kreative Projekte bis hin zu Musik, Technik und Informatik erwartete die jungen Gäste ein abwechslungsreiches Programm, das zum Ausprobieren, Mitmachen und Entdecken einlud.

In dreizehn verschiedenen Arbeitsgruppen wurden die Kinder von Fachlehrkräften der weiterführenden Schule betreut. Unterstützt wurden sie dabei von Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe, die den einzelnen Gruppen als Betreuerinnen und Betreuer zur Seite standen. Bereits im Vorfeld konnten die Grundschulkinder aus dem breit gefächerten Angebot selbst auswählen, in welcher Projektgruppe sie den Tag verbringen und ihren eigenen Interessen nachgehen wollten.

Die Physiker begaben sich auf eine Reise zu den Sternen: Sie bauten aus Papier, Streichhölzern und Strohhalmen eigene Raketen. Anschließend ließen sie diese fliegen und begutachteten mit erwartungsvoller Spannung ihre Flugfähigkeit.

Im Chemielabor wurde ebenfalls gestaunt und experimentiert. Ausgestattet mit einem geheimen Forscherbuch machten sich die jungen Forscherinnen und Forscher daran, knifflige Rätsel zu lösen und verschiedene Experimente durchzuführen. Dabei konnten sie entdecken, wie chemische Reaktionen ablaufen, warum Stoffe ihre Farbe verändern oder was passiert, wenn unterschiedliche Substanzen miteinander vermischt werden.

Auch die Wasserforscher gingen interessanten Fragen auf den Grund: Kann eine Büroklammer auf Wasser schwimmen? Warum mischen sich Wasser und Öl nicht? Mit verschiedenen Versuchen fanden sie erstaunliche Antworten.

Ganz praktisch ging es beim ,,wilden Stockbrot am Feuer“ zu: Zunächst mahlten die Kinder Getreidekörner mit einer Handmühle und gewannen daraus ihr eigenes Mehl. Daraus kneteten sie ihren eigenen Stockbrotteig, der anschließend im Schulgarten über dem Feuer gebacken wurde.

Nach so viel Forschen und Entdecken durfte natürlich auch die Bewegung nicht fehlen. Beim ,,DFB-Fußball-Abzeichen“ konnten die Nachwuchskicker ihr Können unter Beweis stellen. Ob Dribbeln, Kurzpass, Kopfball, Flanke oder Elfmeter – verschiedene Stationen boten für jedes Talent eine passende Herausforderung. Als Belohnung gab es eine Urkunde und einen exklusiven DFB-Anstecker.

Wer lieber auf Rollen unterwegs war, kam ebenfalls auf seine Kosten. Beim Inliner-Projekt lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schritt für Schritt, sicher zu fahren, zu bremsen und Hindernissen auszuweichen. In verschiedenen Parcours konnten sie das Gelernte anwenden und ihre Fahrkünste festigen.  

Kreativität und Geschick waren im Zirkusprojekt gefragt. Mit Bällen, Tüchern, Bändern und Tellern probierten die Kinder verschiedene Jonglage- und Akrobatiktricks aus. Auch Tanz gehörte zum Programm. Die verschiedenen Elemente wurden zu einem gemeinsamen Zirkusauftritt zusammengeführt.

Und für den Fall, dass einmal etwas schiefgeht, waren die jungen Gäste bestens gerüstet: Bei den Schulsanitätern stand die Erste Hilfe im Mittelpunkt. Sie übten, kleine Verletzungen zu versorgen, Verbände anzulegen und verletzte Personen zu betreuen. Auch das richtige Verhalten in Notfallsituationen und das Absetzen eines Notrufs wurden gemeinsam trainiert.

Wie die Welt von morgen aussehen könnte, stand in der Projektgruppe ,,Mission 2050 – Rettet die Zukunft“ im Mittelpunkt. Im Anschluss an eine Rallye entwarfen die Kinder eigene Ideen für ihre Stadt im Jahr 2050, die mithilfe einer KI visualisiert und ausgewertet wurden.

In der Schulküche hieß es: ,,Auf die Plätze, Pizza, los!“ Die Viertklässler lernten verschiedene Küchengeräte kennen, arbeiteten selbst mit Teig und Zutaten und bereiteten ihre eigenen Pizzen zu. Anschließend konnten sie sich das Ergebnis ihrer Arbeit schmecken lassen.

Musikalisch wurde es in der Arbeitsgruppe ,,Monsters of Music“: Schlagzeug, Keyboard, E-Bass, Xylophon oder Ukulele – verschiedene Instrumente konnten ausprobiert und miteinander kombiniert werden. Gemeinsam wurde Musik gemacht und am Ende sogar der Sprung auf die Bühne gewagt.

In der Technik-Werkstatt wurde gebohrt, gesägt und geschliffen. Mit viel handwerklichem Geschick entstanden kreative Bonbonspender, die nicht nur süß aussahen, sondern auch bunte Schokolinsen servierten.

Die Informatiker stachen in See und entwickelten ihr eigenes Computerspiel. Mit Scratch programmierten sie ein Boot, das durch eine selbst gestaltete Unterwasserwelt gesteuert werden musste. Felsen und U-Boote galt es zu umfahren, bevor die Schatzinsel erreicht werden konnte.

In der Mittagspause gab es für alle Hungrigen in der schuleigenen Mensa die Gelegenheit, leere Energiespeicher aufzufüllen, um die grauen Zellen und Muskeln wieder funktionstüchtig zu machen, und das ,Offene Mittagsangebot’ zu erkunden.

Am Nachmittag ging es schließlich gemeinsam auf die Bühne. Zur Präsentation der Arbeitsergebnisse kamen die Eltern der Grundschulkinder in die Ilex-Halle und konnten dort die Ergebnisse des Projekttages bestaunen. Die gut besuchte Abschlussveranstaltung bot noch einmal einen Einblick in die große Bandbreite der Projekte. Abteilungsleiter und Organisator Frank Vollus zeigte sich begeistert von dem umfangreichen Angebot und den ansprechenden Bühnenbeiträgen. Für die technische Umsetzung sorgte die Veranstaltungs-AG mit Schülerinnen und Schülern des achten Jahrgangs. Das Motto ,,Staunen, Gestalten, Erleben“ fand damit auch auf der Bühne seinen passenden Abschluss.

FRI

Die selbst gebastelten Raketen werden für einen Stop-Motion-Film in Szene gesetzt. Herr Sawatzky unterstützt.
Mit Schutzbrille und Pipette führt Anna ein Experiment durch und löst dabei eine weitere Aufgabe aus dem geheimen Forscherbuch.  
Als Wasserforscherinnen gingen Melody, Romy und Smilla (v. l.) den kleinen und großen Fragen rund ums Wasser auf den Grund.  
Mit der Handmühle mahlt Till Getreidekörner für das eigene Stockbrotmehl. Oberstufenschülerin Samira (EF) assistiert ihm dabei.
Zwischenbesprechung nach den Stationen: Gemeinsam mit ihrem Betreuer Herrn Menke lassen die Nachwuchskicker die verschiedenen Stationen noch einmal Revue passieren.
Auf Rollen durch die Sporthalle: Die jungen Sportlerinnen und Sportler üben das sichere Inlinerfahren.  
Die Zirkusartistinnen bringen ihre Choreografie auf die Bühne.
Erste Hilfe: Alice und Malin (v. l.) trainieren an einer Übungspuppe für den Ernstfall.
Wie könnte eine Stadt im Jahr 2050 aussehen? Die Grundschulkinder betrachten die mithilfe einer KI visualisierten Entwürfe.
Das Ergebnis kann sich sehen – und schmecken – lassen: Lennard und Martin (v. l.) genießen ihre selbst zubereitete Pizza.
Erste Töne am Keyboard: Jonathan (l.) und Jona (r.) erhalten Unterstützung von Musiklehrer Herrn Nobis.
Die fertigen Bonbonspender sind echte Hingucker: Milan, Marie, Marie und Kaja (v. l.) präsentieren stolz ihre Ergebnisse.
Wie entsteht eigentlich ein Computerspiel? Informatiklehrerin Frau Tarrach zeigt den jungen Gästen zum Einstieg ein Beispiel.