Logik statt Hitzefrei: Fridtjof und Jost werden bei der Schülerakademie für Mathematik herausgefordert

Wer glaubt, dass man in den Sommerwochen nach 13 Uhr nicht mehr über komplexen Aufgaben brüten kann, hat sich getäuscht. Fridtjof und Jost aus der 6. Klasse vertraten die GE Hüllhorst bei der diesjährigen 20. Schülerakademie für Mathematik (SAM-OWL 2026) in Vlotho. Gemeinsam mit 40 anderen Mathe-Interessierten aus der Region verbrachten sie zweieinhalb intensive Tage auf dem Jugendhof Vlotho, um sich abseits des Schulalltags mit purer Logik, Mustern und Algorithmen zu beschäftigen.

Die Akademie, koordiniert von der Bezirksregierung Detmold in Zusammenarbeit mit dem Weser-Gymnasium Vlotho, der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Löhne und dem ZfsL Minden, bot den 42 teilnehmenden Kindern alles andere als trockene Theorie. Aufgeteilt in vier Projektgruppen wurde geforscht, programmiert und gerechnet – und das mit vollem Einsatz: Am Freitagabend saßen einige Gruppen noch bis 22:00 Uhr freiwillig zusammen, um ihre Abschlusspräsentationen zu perfektionieren.

Die Ergebnisse, die am Samstagmorgen den angereisten Eltern und Lehrkräften präsentiert wurden, ließen alle staunen:

  • Sterne und Formen: Hier wurde mit verschiedenen Software-Programmen experimentiert. Die Gruppe schlüsselte die exakte Logik hinter Sternformen auf – inklusive Berechnungen zu Radien und Gradzahlen.
  • Mathe-Zauberei: Mittendrin statt nur dabei waren Fridtjof und Jost. Unter der humorvollen Leitung von Projektleiter Karsten Hauptfleisch zeigten sie verblüffende mathematische Zaubertricks. Ob Gedankenlesen per Formel oder eine schlaue Wette, bei der demjenigen 600 Euro winkten, der einen Rest errechnet – die Gruppe bewies, wie viel Logik in der Magie steckt.
  • Wahrscheinlichkeit & Glücksspiel: Diese Gruppe analysierte die Stochastik hinter Casinospielen so fundiert, dass die Erwachsenen im Publikum direkt scherzten, die Kids für den nächsten Las-Vegas-Trip zu engagieren.
  • Platonische Körper: Ein tiefer, plastischer Einblick in die dreidimensionale Geometrie und die Symmetrie perfekter Körper.

Die Vorträge waren so strukturiert und verständlich aufbereitet, dass in den Zuschauerreihen schnell der Satz fiel: „Warum war mein eigener Matheunterricht früher eigentlich nicht so?“

Neben der ganzen Kopfarbeit kam der Spaß nicht zu kurz. Bei bestem Wetter (und besagter Hitze) sorgten Tischtennis, Billard und ein Sportprogramm für Ausgleich. Das absolute Highlight war für viele die Kanutour: Von der Burg Vlotho ging es hinab zur Weser, ab ins Boot und nach dem Paddeln zu Fuß wieder den Berg hinauf. Dank der exzellenten Organisation und Rundum-Verpflegung vor Ort fehlte es den Kindern an nichts.

Das Fazit: Es ist beeindruckend, was an Förderung möglich ist, wenn Engagement, die richtige Umgebung und gleichgesinnte Köpfe aufeinandertreffen. Ein herzlicher Dank geht an die Organisatoren Herrn Rainer Menze und Herrn Dr. Volker Schubert sowie an die GE Hüllhorst, namentlich an Herrn Hegenbart und die Mathe-Fachkonferenz, für diese großartige Möglichkeit.

Fridtjof und Jost kamen erschöpft, aber glücklich und mit vielen neuen logischen Tricks im Gepäck nach Hause.

Christina Crepaz

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 20. Mathe-Schülerakademie im Vlothoer Jugendhof